Hunger!

Selbstgetextetes und Selbstgemaltes...

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Death of Fantasy
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Hunger!

Beitrag von Death of Fantasy » 31.07.2011 18:50

Einmal Sayleen bitte^^

Stumm und hilflos saß die junge Vampirin vor dem Rat und folgte mit dem Kopf immer den Stimmen die sprachen, doch es war ein solches Gewirr, dass sie kaum Worte heraushören konnte.
„…ist eine Gefahr…“
„…darf nicht leben…“
„…aber eine Geborene…“
„…sie könnte unglaubliche Fähigkeiten….“
„…aber das Risiko…“
„…abwarten…“
„…wie konnte es nur passieren…“
„…undenkbar…“
Sayleen wusste, trotz ihrer jungen Jahre, dass man über sie entschied. Die Vampirin war am Stuhl gut festgekettet und man merkte, wie sie ihre Nüstern blähte. Der Durst tobte in ihr, unnachgiebig und grauenvoll. Noch hatte sie ihn nicht unter Kontrolle und sie fiel alles und jeden an, der ihr zu nahe kam. Aus diesem Grund waren ihre Fänge auch stets ausgefahren und ihr Gesicht glich mehr einer tierischen Fratze, als einem menschlichen Gesicht. Die Bestie wollte gefüttert werden und wehe dem, der sie frei ließ.

Endlich waren die alten Vampire des Rates mit ihrer Beratung fertig. Traurig sah der Wortführende auf das kleine Vampirkind und schüttelte leicht den Kopf.
„Es ist ein zu großes Risiko. Das fehlende Augenlicht wird sie mit ihren anderen Sinnen nicht kompensieren können.“
Mitleidig sah er zu den Eltern, als er mit einem Nicken den Wachen den Befehl gab das Vampirmädchen zu ergreifen, damit es geköpft werden konnte.
Nur langsam drang zu Sayleen durch, dass über sie gerichtet worden war und dass ihr Tod befohlen worden war. Nur weil sie blind geboren worden war! Wütend schrie sie auf und wehrte sich gegen die Fesseln, auf dass sie sich lösten. Innig wünschte sie sich, dass dies geschah und dass sie so entkommen konnte. Aber sie blieben starr.
Die Vampirin stellte sich vor, wie sie sich lösten und hörte nicht mit der Gegenwehr auf, als sie plötzlich frei war. Erst stand sie unschlüssig vor dem Stuhl, nicht wissend, was sie mit ihrer neu gewonnenen Freiheit tun sollte, bevor sie um sich herum alle Gegenstände so deutlich spürte, als könnte sie sie sehen. Zielstrebig rannte sie auf die Tür zu und wich dabei den Geräuschen aus, die die Wachen machten, die sie einfangen wollten. Schnell rannte sie durch die Korridore und erreichte den Ausgang aus den Ratshallen. Dieser Blutgeruch! Die Bestie in ihr grollte vor Hunger. Während der Flucht hatte sie nicht jagen können, jedes Innehalten hätte ihr Tod sein können, doch nun wollte sie gefüttert werden! Zum Glück war die Straße hier sehr leer, aber die hungrige Vampirin witterte eine kleine Menschengruppe.

Schnell hatte sie sie ausfindig gemacht und innerhalb kürzester Zeit schlug kein einziges Herz mehr. Wie eine Naturkatastrophe kam sie über die Menschen, die in einem kleinen Mädchen keinerlei Gefahr sahen, ihm sogar helfen wollten, da es sicherlich die Eltern verloren hatte. Doch das kleine Kind tötete sie alle schnell, bevor sie nach und nach ihr Blut aussaugte. Sayleen wusste, was geschah, wenn man die Opfer nicht aussaugte, daher trank sie die Körper leer. Doch die Bestie wollte noch mehr. Seit ihrer Geburt war ihr der Geschmack frischen Blutes aus der Vene verwehrt gewesen und sie wollte nun mehr davon. Es war so viel besser als das Zeug aus dem Beutel. Es war warm und es pulsierte vor Leben! Aber bevor sie sich weiter auf die Jagd machen konnte, wurde sie ergriffen. Die Mahlzeit hatte sie unachtsam werden lassen.

Erbarmungslos schleiften die Vampirwächter das tobende und vollkommen blutverschmierte Kleinkind zurück.
„Offenbar haben wir uns getäuscht. Dennoch, was sie getan hat…“
„Gnade! Bitte! Unsere Tochter…“, flehte ihre Mutter verzweifelt.
Kurz blickte der Rat sich gegenseitig an.
„Die Regeln…“
„Sie wäre nie geflohen und all dies wäre nie geschehen hätte ihr nicht das Ende ihrer Existenz gedroht!“, mischte sich nun ihr Vater ein.
„Ihr tragt die Verantwortung für sie. Wir werden sehen, wie sie sich weiterentwickelt. Doch zuerst müssen wir einen neuen Ort finden. Skandinavien soll sehr schön sein.“

Am nächsten Tag berichteten die Zeitungen in Glasgow von einem grauenvollen Ritualmord, in dem die Opfer ausgeblutet worden waren. Nur wenige erkannten es als das, was es war: Das wüten eines hungrigen Vampirs. Doch als die Jagd begann war die Beute bereits lange verschwunden. In den Wäldern Skandinaviens war sie verschwunden um den rechten Zeitpunkt abzuwarten. Bald hätten die Wogen sich wieder geglättet.
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Re: Hunger!

Beitrag von Lynx » 31.07.2011 19:53

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Re: Hunger!

Beitrag von Death of Fantasy » 31.07.2011 20:20

Das habe ich mir gerade erst aus den Fingern gesogen... warte einfach, bis du wieder da bist, da habe ich sicher genug Langeweile gehabt um das ein oder andere zu produzieren^^
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